Der geleakte “grüne Papst”

Der geleakte “grüne Papst”:

Das hat es noch nie gegeben: Dass ein Lehrschreiben eines Papstes schon vor seinem Erscheinen gelobt, gefürchtet, kritisiert wird. Kritik kommt vor allem aus den USA. Hier sind es konservative Kreise, die fürchten, der Papst könne in seiner Umwelt-Enzyklika dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben und zu Verzicht, statt zu Wachstum, aufrufen.

Für eingefleischte Neokonservative eine Horrorvorstellung. Jeb Bush, Präsidentschaftskandidat der Republikaner und Katholik, will so etwas von einem Papst nicht hören: “Ich hoffe, ich werde dafür von meinem Pfarrer nicht gegeißelt, aber ich erhalte meine Wirtschaftspolitik nicht von meinen Bischöfen, meinen Kardinälen oder meinem Papst”, sagt er. “Aber bevor ich ein Urteil fälle, möchte ich erst einmal lesen, was er sagt, wie all das mit dem Klimawandel  zusammenhängt.”

Das Vorangegangene ist von der Tagesschau kopiert – was ich persönlich so schlimm finde, ist, das es Menschen gibt die an solchen TATSACHEN ZWEIFELN!!

Und noch mehr:

Umweltschutz als Papst-Thema – ein revolutionärer Akt

Dass Franziskus eine ganze Enzyklika ausschließlich dem Thema Umweltschutz widmet, gilt vielen in der katholischen Kirche bereits als revolutionärer Akt. Dabei will der Papst kein Strategiepapier liefern – keine konkreten politischen Empfehlungen abgeben – sondern eine Art ökologische Bekehrung beim Einzelnen bewirken.

Am Sonntag bereits warb Franziskus um eine “neue Aufmerksamkeit” für die Zerstörung der Umwelt und ihre Rettung: “Diese Enzyklika richtet sich an alle: Beten wir dafür, dass alle ihre Botschaft erhalten. Möge ihre Verantwortung für das gemeinsame Haus wachsen, das Gott uns allen anvertraut hat.”

Papst als Sozialkritiker

Sein Werk trägt die Überschrift: “Über die Sorge für das gemeinsame Haus”. Nach den Indiskretionen der vergangenen Tage wird deutlich, wie der Papst das versteht: die Erde als Mülldeponie, Wasser als Ware, Erderwärmung als Fluchtursache. Der Raubbau des Einen geschieht auf Kosten des Anderen: “Unser Haus wird zerstört, und das fügt allen Schaden zu, vor allem den Ärmsten. Mein Appell richtet sich an die Verantwortung. Es geht um die Aufgabe, die Gott dem Menschen in der Schöpfung gab: Den Garten, in den er ihn gesetzt hat, zu bebauen und ihn zu hüten”, sagte Franziskus.

Von einer grünen Enzyklika, von einem grünen Papst, war im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung die Rede. Doch der Ansatz von Franziskus geht über ökologische Fragestellungen hinaus und ist in erster Linie sozialkritisch. Und auch das wird vielen Kritikern des Papstes nicht gefallen.

Mir aber gefällt es noch immer!

Und auch wenn der Beitrag schon alt ist – das Thema ist IMMER aktuell.

Stand: 18.06.2015 03:05 Uhr – von der Seite: www.tagesschau.de

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